Vereinigungsmenge 3 Vermieter-Login Gastgeber werden

Umweltskandal erschüttert Mecklenburg-Vorpommern: Verantwortliches Leck für Peene-Verschmutzung wurd

Es ist ein Skandal besonderen Ausmaßes: Große Menge einer Ethanol-ähnlichen Chemikalie gelangten in die Peene und sorgten rund um Anklam für ein beinahe unvorstellbares Fischsterben. Tausende Tiere sind in den vergangenen Tagen im Amazon des Nordens verendet. Mittlerweile ist das Leck ausgemacht und die Anklamer Zuckerfabrik bestätigte, dass die Chemikalie aus dem Tochterunternehmen stammt. Unter das Entsetzen der Bewohner Anklams mischt sich zusehends Wut. Für die Verschmutzung der Peene soll ein Leck im Rohrleitungssystem der Zuckerfabrik in Anklam verantwortlich sein. Wie am Mittwoch von Seiten des Unternehmens bekannt gegeben wurde, konnte im Tanklager des Tochterunternehmens, das Bioethanol produziert, eine geöffnete Wartungsleitung ausgemacht werden. Demnach soll ein Hahn in dem System offen gewesen sein. Zudem wurde offenbar ein Deckel entfernt, der eigentlich der Sicherung des Systems dient. Das Unternehmen betonte, dass sowohl die Polizei als auch die Staatsanwaltschaft über die Kenntnisse informiert worden seien. Die Ermittlungen dauern an.

Leitungssystem wurde seit 2008 verwendet

Im Zuge der Produktion wurde das betroffene Leitungssystem bereits seit 2008 in Verbindung mit dem Bioethanol-Tanklager verwendet. Erst Ende August soll es darüber hinaus einer Sicherheitsprüfung unterzogen worden sein. Derzeit scheint noch vollkommen unklar zu sein, warum die betroffene Sicherheitsarmatur offen stand. Schon am Montag wurden sowohl im Stadthafen Anklams als auch auf der Peene sowie in den umliegenden Gewässern tausende tote bzw. sterbende Fische ausgemacht. Innerhalb kürzester Zeit hat das Fischsterben in der Peene ein beinahe unvorstellbares Ausmaß angenommen. Trotzdem dauerte es lange, bis reagiert wurde. Unter den toten Tieren fanden sich auch Zander, Hechte und Barsche. Nachdem Bewohner Anklams die betreffende Stelle ausfindig gemacht hatten, wurde am Dienstag die Ethanol-Produktion vorerst gestoppt. Vorher wurde auf dem Gelände der Zuckerfabrik in mehreren Regenwasserschächten jene giftige Chemikalie ausfindig gemacht, die bereits vorher an einem Rohr entdeckt wurde, das direkt in die Peene mündet. Über eben jenes Rohr gelangte die Chemikalie in den Fluss.

Schuld wurde zunächst zurückgewiesen

Doch bevor bestätigt wurde, dass es sich um einen Zulauf der Zuckerfabrik handelte, versuchte diese jede Schuld von sich zu weisen. Schnell war jedoch klar, dass die Situation rund um das Gelände um einiges gefährlicher war als zunächst angenommen wurde. Die Feuerwehr musste das Gebiet weiträumig absperren. Darüber hinaus wurden mehrere Häuser in der Umgebung evakuiert. Unmut löste bei engagierten Anwohnern aber auch das Verhalten der Behörden im Landkreis aus. So sollen sie die Gefahr, die von der Chemikalie ausging, zunächst erheblich unterschätzt haben. Das Gelände rund um die Zuckerfabrik musste wegen der Explosionsgefahr weiträumig geräumt werden. Für die Natur ist die aktuelle Situation eine Katastrophe.

Hier finden Sie Ihre Unterkunft in Anklam