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Tipps & Förderungen in Zeiten von Corona

Liebe Gastgeber,

die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten die Tourismusbranche vor große Herausforderungen gestellt. Nun sind Reisen, wenn auch mit Einschränkungen, wieder möglich.

Wir haben einige Hinweise zu den aktuellen Regelungen sowie Informationen zu Stornierung, Tipps und mögliche Förderungen vorbereitet.

Inhalt
- Aktuelle Informationen & Lockerungen
- Behördl. Anordnungen & Stornierungen
- Tipps für Buchbarkeit nach der Krise
- Mögliche Förderungen

+++ Aktuelles +++ (Stand 04.09.2020)

Auflagen für die Vermietung:

In Mecklenburg-Vorpommern gelten bis auf Weiteres folgende Auflagen:
- Empfehlung, Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten
- Erstellung eines Hygienekonzepts
- Möglichst kontaktloser Check-In/-Out und bargeldlose Bezahlung
- Dokumentation von Kontaktdaten der Reisenden (Aufbewahrung bis 4 Wochen nach Abreise der Gäste)
- Tagestourismus ab 04.09.2020 wieder möglich
> zu den Informationen des Tourismusverbands MV
> zu den aktuellen Verordnungen des Landes MV
Anreisen von Gästen aus Risikogebieten:
- keine Anreise für Gäste aus Risikogebieten (tägliche Veröffentlichung von Daten durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS)), außer bei Vorlage eines negativen COVID19-Befundes
- Gastgeber müssen Gäste aus Risikogebieten mindestens ein Tag vor Anreise über das Verbot der Beherbergung informieren und dies dokumentieren
> zu den Zahlen des LAGuS

In Schleswig-Holstein gelten bis auf Weiteres folgende Auflagen:
- Ansammlungen im öffentlichen Raum und Zusammenkünfte zu privaten Zwecken mit mehr als 10 Personen sind unzulässig (Kontaktverbot). Dies gilt nicht für im selben Haushalt lebende Personen und Personen, die einem weiteren gemeinsamen Haushalt angehören.
- Erstellung eines Hygienekonzepts
- Möglichst kontaktloses Ein- und Auschecken
> zu den Informationen des Tourismusverbands SH
> zu den Verordnungen des Landes SH
Anreisen von Gästen aus Risikogebieten:
- Ein Beherbergungsverbot für absonderungspflichtige Personen ist nicht als zusätzliche Anforderung zu regeln, da nachweisbar infizierte Personen ohnehin von den zuständigen Gesundheitsämtern nach dem Infektionsschutzgesetz grundsätzlich eigenverantwortlich in die eigene Häuslichkeit geschickt werden.

1. Behördliche Anordnungen & Stornierungen

Seit dem 18.05.2020 (SH) bzw. 25.05.2020 (MV) sind Reisen an die Küste wieder möglich. Die Reisesperre wurde aufgehoben.

Stornierungsbedingungen

Auch wenn nach Prüfung durch diverse Reiseverbände und Anwälte nicht hundertprozentige Klarheit über die Rechtslage herrscht, sprechen sich die Länder für kostenfreie Stornierungen aufgrund der bis zum 18.05.2020 (SH) bzw. 25.05.2020 geltenden behördlichen Reisebeschränkungen aus.

Stellungnahme des Landes Schleswig-Holstein:
“Mit dem offiziellen Beherbergungsverbot ist es dem Gast nicht mehr länger möglich zu bleiben oder anzureisen. Dem Gast können somit keine Stornokosten in Rechnung gestellt werden.” (zur Quelle auf www.schleswig-holstein.de)

Stellungnahme des Tourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern:
“Kann jedoch der Vermieter die Unterkunft aus Gründen, welche nicht durch ihn verschuldet sind, für einen bestimmten Reisezeitraum nicht zur Verfügung stellen, werden die individuellen Stornoregeln durch das höherwertige BGB überschrieben. Somit haben Reisende für diesen Reisezeitraum ein kostenfreies Rücktrittsrecht ohne Stornogebühren.” (zur Quelle auf www.auf-nach-mv.de)

Sollten Sie Rückzahlungen erstatten, schlägt der Deutsche Ferienhausverband diese Formulierung in der Kommunikation mit Gästen vor, um sich ggf. abzusichern:
"Derzeit ist die Rechtslage, ob ein Rückzahlungsanspruch auf die Provision und/oder die Mietzahlung besteht, unklar. Die Rückzahlung erfolgt daher ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht und unter dem Vorbehalt der Rückforderung."

2. Sorgen Sie für maximale Buchbarkeit

Nach der Ankündigung von Lockerungen und der Aufhebung der Reisesperre verzeichneten wir einen Ansturm auf Unterkünfte an der Küste, da Gäste vorerst eher im Inland Urlaub machen wollen (oder können). Seien Sie daher möglichst gut aufgestellt, um den Verlust in diesem Jahr so gering wie möglich zu halten.

- Minimieren Sie Ihre Mindestbuchungsdauer. Prüfen Sie, welches die minimal mögliche Übernachtungszahl im Sommer und besonders auch im Spätsommer/Herbst ist. Mit kürzeren Mindestbuchungszeiträumen erreichen Sie auch die Gäste, die ihren Kurzurlaub im Frühling stornieren mussten und diesen zu einem späteren Zeitpunkt wahrnehmen möchten. 
Außerdem müssen viele Arbeitnehmer aktuell einen Teil ihres Urlaubs für die Kinderbetreuung oder Ähnliches nutzen und werden später unter Umständen nur einen verkürzten Urlaub einplanen können.

- Seien Sie auch langfristig buchbar. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen und Unsicherheiten finden derzeit auch nur eingeschränkt Buchungen für den Sommer statt. Urlauber werden jedoch nach all den Einschränkungen ihren lang ersehnten Ostseeurlaub nachholen und ggf. für Herbst und das kommende Jahr buchen wollen. Geben Sie also frühzeitig diese Saisonzeiten frei, um buchbar zu sein, sobald wieder mehr Planungssicherheit bei Gästen herrscht.

- Lockern Sie Ihre Stornierungsbedingungen. Wir wissen, dass kurzfristige Absagen durch Gäste immer problematisch sind und unterstützen für beide Seiten faire Regelungen. Doch in dieser Situation sind Gäste unsicher und trauen sich nicht, Urlaube für Sommer oder Herbst zu planen und buchen im Zweifelsfall gar nicht. 

Sollten Sie also für Buchungen für den Rest des Jahres eine kostenfreie Stornierungsmöglichkeit bis 1, 2, 3 oder auch 4 Wochen vor Anreise ermöglichen, erleichtert Gästen dies eventuell die Entscheidung.
Möchten Sie dies anbieten, kommunizieren Sie es gut sichtbar in Ihrem Inserat, am besten auch in der Unterkunftsbeschreibung.

3. Prüfen Sie mögliche Förderungen

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen gerade bei den Unternehmen in der Tourismusbranche für einen Totalausfall bei den Einnahmen. Bund und Länder haben daher Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, um die wirtschaftlichen Folgen so gut wie möglich abzumildern.

Steuererleichterungen

Auch private Vermieter können nun von steuerlichen Erleichterungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie profitieren. Das Bundesministerium der Finanzen hat dazu ein Schreiben an die Finanzbehörden gerichtet, wonach Steuerpflichtige mit Einkünften aus Gewinneinkünften oder Vermietung und Verpachtung eine pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für 2019 beantragen können. Um die Inanspruchnahme zu prüfen, setzen Sie sich am besten mit Ihrer Steuerberatung in Verbindung.
> zum BMF-Schreiben

Steuerstundungen

Die Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ermöglichen es Steuerpflichtigen, ihre Steuern bis zum 31.12.2020 zinslos zu stunden, sowie die Vorauszahlungen herabzusetzen. Säumniszuschläg werden erlassen.
> zum Formular für Steuererleichterungen MV

Stundung von Sozialabgaben und Beiträgen zur Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe bietet vom 15.03. bis 15.05.2020 eine zinslose Stundung der Beiträge an.
Sozialversicherungsbeiträge für März und April können bei den Krankenkassen zinslos gestundet werden.
> Formular/Kontaktdaten zur Beantragung

Finanzielle Soforthilfe

Die Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben finanzielle Soforthilfen für Kleinstunternehmen, Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe zur Verfügung gestellt. Es sind Einmalzahlungen bis zu 40.000 Euro, je nach Anzahl der Beschäftigten, möglich.
> Informationen zur Soforthilfe MV
> Informationen zur Soforthilfe SH

Die Hilfen können beim Landesförderinstitut MV bzw. der Förderbank SH beantragt werden.

Kredite der KfW-Bank

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für Unternehmen, Freiberuflern und Selbstständigen, die auf Grund der Corona-Pandemie in Not geraten sind, spezielle Kredite an. Diese können online beantragt werden.
> Informationen zu Krediten der KfW

Kurzarbeit

Zuverlässige und qualifizierte Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource im Unternehmen. Bitte prüfen Sie daher die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes um Ihre Mitarbeiter über die Zeit der Corona-Krise halten und danach wieder mit voller Belegschaft starten zu können. Die zuständigen Industrie- und Handelskammern haben dazu, und auch zu anderen Themen, detaillierte Informationen bereitgestellt.
> IHK Schleswig-Holstein
> IHK Schwerin
> IHK Rostock
> IHK Neubrandenburg

Aktuelle Informationen

Außerdem können Sie sich in den Pressemitteilungen der Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein über die neuesten Entwicklung informieren.
> Pressemitteilungen Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern
> Pressemitteilungen Landesregierung Schleswig-Holstein

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen und Links keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit erheben. Die Ausführungen sind nicht Teil des Leistungsumfangs eines Inserierens auf Ostseeklar.de. Wir bieten diesen Service an, weil uns das Wohl unserer Gastgeber und Gäste am Herzen liegt.

Stand: 07.09.2020 / 12.00 Uhr