Usedomer setzen sich im Kampf gegen Verkehrskollaps für Kreisverkehre ein


Der Verkehr der Sonneninsel Usedom nimmt seit Jahren zu. Mit Fertigstellung des Swinetunnels soll das Verkehrsaufkommen noch einmal signifikant ansteigen. Schon jetzt bricht der Verkehr auf der Insel und den Zufahrtsstrecken in den Sommermonaten zusammen. Der drohende Verkehrskollaps soll nach den Vorstellungen der Usedomer selbst durch Kreisverkehre gelöst werden.


Kreisverkehre sollen nötige Erleichterung schaffen


Vor allem an den Sommerwochenenden geht auf Usedoms Straßen oft nichts mehr. An- und Abreiseverkehr der Urlauber sowohl die Brückenzugzeiten sorgen für kilometerlange Staus. Sowohl für die Einheimischen als auch für die Urlauber ist die Situation kaum tragbar, zumal ein Ende des Trends eines wachsenden Verkehrsaufkommens nicht zu sehen ist. Ganz im Gegenteil – in den kommenden Jahren könnte insbesondere der Lastwagenverkehr auf dem Eiland deutlich zunehmen. Grund ist der in Polen geplante Swinetunnel. Die Bürgermeister Usedoms und viele engagierte Bürger der Insel suchen seit langem nach Möglichkeiten, um den Verkehrskollaps abzuwenden und auch in den Sommermonaten Erleichterung zu schaffen. Derzeit stehen die aktuell vorhandenen Ampeln im Visier. Sie sollen auf den Hauptstrecken durch Kreisverkehre ersetzt werden, zumindest wenn es nach Bürgermeistern und Einheimischen geht. Hierfür wurde nun die Initiative „Usedom staufrei machen“ ins Leben gerufen. Bereits etwa 1200 Unterschriften konnten für die Aktion gesammelt werden. Damit die Kreisverkehre aber auch im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ins Gespräch kommen, brauchen die Initiatoren insgesamt 15000 Unterschriften.


Initiative sieht Verantwortung beim Verkehrsministerium


Obwohl die Verkehrsprobleme auf Usedom durchaus bekannt sind, wurde bislang keine Erleichterung geschaffen. Nach Ansicht der Initiatoren steht vor allem das Verkehrsministerium in Schwerin in der Pflicht. Bislang gibt es nämlich auf der Insel allerhand Ampelkreuzungen, aber kaum Kreisverkehre. Die Ampeln bremsen in den Sommermonaten die Autokolonnen und sorgen für einen unangenehmen Rückstau. In den letzten Jahren hat das Verkehrsministerium die Menschen auf Usedom immer wieder vertröstet. Vorschläge wurden abgeschmettert.


Usedomer wollen nicht mehr warten


Die Usedomer selbst, allen voran auch die Bürgermeister, möchten allerdings nicht mehr lange warten. Mit Blick auf den aktuellen Vorschlag betonten sie noch einmal, dass sie in der Vergangenheit oft genug auf weitere Gutachten gewartet habe. Darüber hinaus sei die Insel jetzt auf entsprechende Lösungen angewiesen. Einzelne Politiker sprechen hinsichtlich der Verkehrsentwicklung auf der Sonneninsel sogar von einem Verkehrsinfarkt. Mit Blick auf die Kreisverkehre zeigt sich Schwerin bislang jedoch nicht überzeugt und betonte, dass die Ampeln nicht schlechter seien als die Kreisverkehre. Allerdings würde von Seiten des Straßenbauamts in Neustrelitz erneut eine Prüfung aller Knotenpunkte vorgenommen werden, die für den Verkehr auf Usedom von Bedeutung sind.