Seebäder an der Ostsee laden zunehmend als Lifestylebäder ein


Die Ostsee war lange vor allem eins: ein klassisches Ziel für den Familienurlaub. Doch damit geben sich die Seebäder schon lange nicht mehr zufrieden. Viele Orte setzen auf einen Imagewandel. Insbesondere die Ferienziele in Schleswig-Holstein versuchen ihr eingestaubtes Image loszuwerden und sich als Lifestylebad zu positionieren. Das Ganze glückt mit spürbarem Erfolg.


Schleswig-Holstein holt im Imagevergleich auf


Leicht hatte es Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren nicht. Oft blieb die Ostseeküste hinter dem benachbarten Mecklenburg-Vorpommern zurück. Der deutsche Nordosten hatte an seiner Ostseeküste einiges zu bieten. Das Angebot reichte von mondäner Bäderarchitektur über schier nie enden wollende Promenade bis hin zu modernen touristischen Angeboten. Quasi nur einen Steinwurf entfernt, zeigte sich in Schleswig-Holstein dagegen noch immer vorwiegend die Tristesse der eigentlich doch so bunten Siebziger. In den letzten Jahren haben die Urlaubsorte in Schleswig-Holstein die Ärmel hochgekrempelt und erfolgreich auf- und nachgeholt. Besonders schön ist das am Beispiel von Heiligenhafen zu erkennen. Die Investitionen, die Heiligenhafen von 2002 bis 2017 realisierte, sind gigantisch. In dieser Zeit flossen über 100 Millionen Euro in das Seebad. Ein Großteil davon ging in die Hotels, aber auch die gesamte touristische Infrastruktur profitierte von der Entwicklung in Heiligenhafen und wurde nachhaltig verbessert.


Investitionen zahlen sich in Heiligenhafen aus


In den letzten Jahren hat Heiligenhafen einen mutigen Weg eingeschlagen, doch die hohen Investitionen haben sich gelohnt. Wie der Tourismuschef mit Blick auf die aktuellen Zahlen mitteilte, konnte das Seebad seine Entwicklung deutlich beschleunigen. So haben sich die Übernachtungszahlen in dem Seebad seit dem Jahr 2004 immerhin verdoppelt. Eines der aufwendigsten Projekte, das in Heiligenhafen in den letzten Jahren realisiert wurde, war die Erlebnisseebrücke. Über zwei Etagen ragt sie am Steinwarder auf die Ostsee hinaus und macht Lust auf Urlaub. In den letzten zwei Jahren wurden hier sowohl neue Hotels als auch eine Ferienhaussiedlung mit insgesamt 5 Sternen errichtet.


Gastronomie und Handel können neben Gastgebern profitieren


Neben den Gastgebern profitieren insbesondere Handel und Gastronomie von der Entwicklung. Die über 1000 neu entstandenen Gästebetten bringen allerhand Besucher in das Seebad. Sie sorgen aber auch dafür, dass die Lebensqualität der Menschen in dem Ferienort deutlich steigt. Abgeschlossen sind die Investitionen hier allerdings noch nicht. Heiligenhafen ist darum bemüht, die Saison weiter auszubauen, sodass auch in der Vor- und Nachsaison deutlich mehr Besucher nach Heiligenhafen kommen. Eine ähnliche Entwicklung möchte Travemünde eingehen. Derzeit dominieren hier noch Bauzäune und Kräne. Ein erster Schritt ist die neue Hotel- und Apartmentanlage auf der Halbinsel Priwall. In diese werden rund 128 Millionen Euro investiert.



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