Badesaison in Schleswig-Holstein kann beginnen – Strände und Badegewässer locken mit guter Qualität


Schleswig-Holstein ist ein Paradies für alle diejenigen, die einen Badeurlaub an der Ostsee planen. In dem kleinen, norddeutschen Bundesland gibt es über 300 Badegewässer und diese sind durchweg gut für die bevorstehende Saison gerüstet. Wie jüngste Untersuchungen ergaben, ist die Wasserqualität weitgehend gut.


Badesaison beginnt am 1. Juni


Der offizielle Startschuss für die Badesaison 2017 fällt am 1. Juni. Schon jetzt hat das zuständige Ministerium des Bundeslandes Probenergebnisse veröffentlicht. Urlauber, aber auch Einheimische können sich über eine Suchleiste zügig einen Überblick über die Wasserqualität verschaffen. Die Gesundheitsämter des Landes nehmen die rund 330 Badegewässer in Schleswig-Holstein regelmäßig unter die Lupe und bestimmen anhand von Proben die Qualität. Die meisten Badegewässer sind demnach bedenkenlos. Lediglich einzelne Bereiche haben zeitweise mit Blaualgen zu kämpfen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Badebegeisterte und Wassersportler auf eine gute Wasserqualität verlassen können. Keines der Badegewässer schnitt in einem im Jahr 2015 veröffentlichten Report mit mangelhaft ab. Insgesamt 280 Badestellen konnten damals auf eine ausgezeichnete Wasserqualität verweisen, weitere 34 wurden mit gut bewertet.


Darauf müssen Sie beim Baden in der Ostsee achten


Auch wenn die Wasserqualität gut ist und die Badestellen vielversprechend sind, gibt es einige Besonderheiten, auf die Sie beim Baden in der Ostsee achten müssen. Eine davon sind Vibrionen. Zwar sind Infektionen mit Bakterien sehr selten, können aber vorkommen. Vor allem wenn es wärmer wird, steigt die Gefahr, sich mit Vibrionen anzustecken. Die Bakterien kommen in sämtlichen Gewässern vor, in denen Salz enthalten ist. Vor allem über offene Wunden können die Bakterien in den Körper eindringen. In einigen Fällen lösen sie dort schließlich schwere Wundinfektionen aus. Haben Sie sich mit Vibrionen angesteckt oder vermuten eine Infektion, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Eine frühe Behandlung mit Antibiotika ist in diesem Fall wichtig. Das Gesundheitsministerium rät dazu, mit offenen Wunden, aber auch mit einem geschwächten Immunsystem auf das Baden zu verzichten.


Nabu weist auf Munitionsfunde in der Ostsee hin


Sowohl in der Nordsee als auch in der Ostsee hat der Zweite Weltkrieg deutliche Spuren hinterlassen. Dies ist auch dem Nabu bekannt. Der Naturschutzbund verweist darauf, dass in der Ostsee noch immer rund 300.000 Tonnen Munition treiben. Während die Munition für die Badegäste nur eine untergeordnete Rolle spielt, gelten Steinsammler als besonders gefährdet. Vor allem gelbe Steine müssen mit Vorsicht genossen werden. Sie werden oft mit Bernstein verwechselt, dabei handelt es sich bei ihnen um den gefährlichen Phosphor. Um Verletzungen zu vermeiden, ist es empfehlenswert, die Steine zunächst in einer Metalldose aufzubewahren. Experten können anschließend klären, um was es sich bei dem Stein handelt.