Usedomer Holländerwindmühle ist mehr als eine Inspirationsquelle

Usedomer Holländerwindmühle ist mehr als eine Inspirationsquelle

Sie ist selten, diente zahlreichen Malern als Inspirationsquelle und machte sich als Denkmal einen Namen. Die Usedomer Holländerwindmühle ist eine kleine architektonische Meisterleistung und sie ist eine herausragende Sehenswürdigkeit.


Holländerwindmühle wird zusehends zum Anziehungspunkt für Touristen


Immer häufiger sind es vor allem Touristen, die sich auf den Weg zur alten Holländerwindmühle machen. Verantwortlich dafür ist vor allem die herausragende Lage in Benz. Schon aus der Ferne ist die Holländerwindmühle deutlich zu sehen. In unmittelbarer Nähe befindet sich eine kleine Sitzgruppe, die zu Pausen einlädt. Diejenigen, die den Weg zur Holländerwindmühle auf sich nehmen, suchen das Besondere von Usedom, den typischen Charakter einer Insel, die in den letzten Jahren zusehends zu einem der beliebtesten Reiseziele in Deutschland wurde. Abseits der Kaiserbäder und der mondänen Bäderarchitektur ist sie ein Kontrast. Zugleich lädt sie aber auch dazu ein, die Usedomer Schweiz mit all ihren Facetten zu erleben.


Lyonel Feininger machte Holländerwindmühle berühmt


In den letzten Jahren verschwand die Holländerwindmühle immer mal wieder in Vergessenheit. Dabei erfuhr sie schon vor rund 100 Jahren, was echte Berühmtheit bedeutet. Die 1830 erbaute Holländerwindmühle entwickelte sich zum Anziehungspunkt des Malers und Bauhaus-Künstlers Lyonel Feininger. Feininger entdeckte Usedom als Inspirationsquelle für sich. Immer wieder fand sie sich in den atemberaubenden Bildmotiven wieder. 1912 setzte er sich mit der Zeichnung der Holländerwindmühle auseinander. Es war schließlich die erste bildliche Darstellung, die die Mühle erlebte. Heute besitzt jenes Kunstwerk die Familie Rockefeller. Feininger genießt auf Usedom hohes Ansehen. Mittlerweile ist auf dem Eiland sogar ein Kunstweg nach ihm benannt wurden. Auf dem Kunstweg gelangen Interessierte zu den Schaffensorten des Eilandes. Auch die DEFA entdeckte 1968 die Holländerwindmühle von Benz für sich. Sie nutzte sie, um „Effi Briest“, einen Roman von Fontane, zu verfilmen und verliebte sich in die Mühle als Kulisse. 1972 starb der letzte Müller, der in der Mühle tätig war. Es war von da an Otto Niemeyer-Holstein, ein berühmter Maler, der sich dem Bauwerk annahm und es schließlich vor dem drohenden Verfall rettete. Niemeyer-Holstein nutzte die Mühle sowohl als Arbeitsplatz als auch als Ausstellungsraum.


Benzer Holländerwindmühle dient heute als Veranstaltungsort


Mittlerweile wird die Holländerwindmühle vom Verein Kulturmühle Benz betreut. Er hat sich dazu entschlossen, das Erbe Holsteins nicht nur zu erhalten, sondern bemüht sich auch um Erhalt und Fortführung. Heute kann die Mühle als Bauwerk besichtigt werden. Immer wieder finden über das Jahr hinweg in dem Bauwerk Kulturveranstaltungen statt. Vor kurzer Zeit hat die Holländerwindmühle sogar wieder das Schroten aufgenommen. Die Mühle hat von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Mühlenberg selbst bietet einen wunderschönen Blick auf die Umgebung und gehört zu den schönsten Orten auf Usedom.



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